Rucksack auf, Kompass raus und los! Vier Tage, drei Nächte im Freien, unzählige Kilometer durch den Odenwald – und Erlebnisse, die wir so schnell nicht vergessen werden. Von einsamen Waldpfaden über ein geheimnisvolles Felsenmeer bis hin zu einer verlassenen Lagerhalle, die uns in eine andere Zeit zu versetzen schien: Diese Fahrt hatte alles, was ein echtes Abenteuer braucht. Was uns unterwegs begegnete, was schiefging, was uns zum Staunen brachte – und warum am Ende eine Freifallrutsche das i-Tüpfelchen war, lest ihr hier.
Tag 1:
Am 29. April trafen wir uns am Stammesheim, packten unsere Rucksäcke und fuhren über den Hauptbahnhof tief in den Odenwald nach Zwingenberg. Von dort aus marschierten wir unsere ersten Meter bis zum Supermarkt, um uns mit Verpflegung einzudecken – dann ging das Abenteuer wirklich los. Nach einer kleinen Steigung und einem herrlichen Waldweg entdeckten wir den ersten kleinen Basaltsteinbruch. Tiefer in den Wald hinein suchten wir uns am Abend einen Schlafplatz: Hängematten wurden aufgehängt, Ponchos ausgelegt, Isomatten und Schlafsäcke ausgepackt. Nach leckeren Wraps als Abendessen fielen wir zufrieden ins Bett.
Tag 2:
Von den Sonnenstrahlen geweckt, krochen wir aus den Schlafsäcken, bauten das Lager ab und machten uns auf den Weg. Einige Kilometer später gönnten wir uns eine Frühstückspause – auf einer idyllischen Wiese unter Apfelbäumen mit frischen Broten. Im nächsten Ort fragten wir nach Wasser und wurden fündig, bevor es weiter über Felder und Wiesen zurück in den Wald ging. Nach einem leichten Anstieg erreichten wir unser nächstes Ziel: das Felsenmeer. Wir verweilten dort nur kurz, denn der Weg war noch weit – ein Eis durfte dennoch nicht fehlen. Im nächsten Ort füllten wir unsere Wasservorräte auf und bekamen sogar jeweils eine Dose Cola geschenkt. Den Abend ließen wir mit selbstgekochten Pestonudeln ausklingen.
Tag 3:
Gestärkt von den Nudeln und ausreichend ausgeschlafen, zog es uns morgens zunächst in die nächste Kleinstadt, da unsere Vorräte zur Neige gingen. Nach einem nahrhaften Frühstück neben dem Supermarkt entschieden wir uns, einen Teil der Strecke mit der Bahn zu überbrücken. Einige Stationen später ging das Abenteuer weiter – zu Fuß in den Wald, wo wir eine verlassene Lagerhalle entdeckten. Alte Gegenstände, Staub und Stille: Es war, als wäre die Zeit stehen geblieben. Danach waren es nur noch wenige Kilometer bis zum nächsten Etappenziel. Der Gipfel wartete – steil, aber lohnenswert. Oben angekommen, bauten wir unser Lager auf und genossen wärmende Dosenravioli unter freiem Himmel.
Tag 4:
Die Vorfreude auf das Tageshighlight war kaum zu bremsen. Wir packten zügig unsere Sachen und machten uns zur nahegelegenen Burg auf, wo wir beim Frühstück bereits in der Ferne unser nächstes Ziel sehen konnten: das Schwimmbad. Gut gelaunt machten wir uns ins Dorf auf und nahmen den Bus dorthin. Den Rest des Tages verbrachten wir auf zahlreichen Rutschen, im Wellenbecken und im großzügigen Außenbereich – besonderes Highlight war eine aufregende Freifallrutsche. Vor der Heimreise stärkten wir uns noch mit Pommes, bevor wir gegen 16 Uhr pünktlich wieder am Stammesheim ankamen.
Fazit:
Vier Tage, viele Kilometer und jede Menge unvergessliche Erlebnisse: Die Tour durch den Odenwald hat uns als Gruppe zusammengeschweißt und gezeigt, dass die schönsten Abenteuer oft die einfachsten sind. Ob der stille Wald beim Einschlafen unter den Sternen, die rätselhafte verlassene Lagerhalle oder das verdiente Eis am Felsenmeer – jeder Moment hatte seinen ganz eigenen Charme. Die Gastfreundschaft der Menschen unterwegs, das gemeinsame Kochen und das Schlafen in der Natur haben diese Fahrt zu etwas ganz Besonderem gemacht. Wir kommen wieder, Odenwald!
Von Jannis







