Vom 29. Juli bis zum 8. August 2022 fand das Bundeslager statt. Dieses findet alle vier Jahre für den gesamten Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder inklusive
internationaler Gäste statt und wir Turtles waren natürlich auch mit dabei.

Am 29. startete unsere Reise von Preungesheim aus mit Bussen nach Bayern, wo das
Bundeslager in Königsdorf in der Jugendsiedlung Hochland stattfand. Nach einer
langen Busreise kamen wir auf dem Lagerplatz an, wurden unserem Lagerplatz
zugewiesen und nach kleiner Suche nach unserem Material starteten wir unseren
Zelt-Aufbau, denn sämtliche Unterkünfte, Läden, Aufenthaltsangebote bestanden
aus den BdP-typischen schwarzen Zelten. Nach etwas Pause während starkem
Platzregen konnten wir Abendessen und ein wenig den Lagerplatz erkunden gehen.
Wir wohnten im hessischen Unterlager „Bermuda Dreieck“ mit dem Motto „Bock auf
Meer“.

Auf dem BuLa waren ungefähr 6000 Teilnehmende und inklusive der
Internationalen Gäste aus Chile, Polen, Kasachstan, Finnland, Frankreich, Estland,
Türkei, Israel, Belgien, Österreich, Irland und Nigeria.

Am ersten richtigen Tag folgte nach der Anmeldung der Lebensmitteleinkauf. Für die Versorgung wurde dabei extra vom Bund ein große Zelt-Markthalle aufgebaut, bei der wir über unsere „Karte“ einkaufen konnten. Zudem gab es noch einen Kiosk für die Teilnehmenden und einen Ausrüster-Shop.

In unseren 10 Tagen in denen wir das Bundeslager erleben durften, konnte man unter dem diesjährigen Motto „LebensTräume – Natur Erleben, Träume gestalten“ an einem bunten Programm und Spaßangeboten teilnehmen. Tagsüber gab es vor allem in den nach Bundesländern aufgeteilten Unterlagern aktives Spaßprogramm und zur sogenannten Bundeszeit konnte man einmal in den Unterlagern, vor allem aber auch auf dem „Marktplatz“ an offenen Angeboten teilnehmen.

Der Marktplatz war ein eigener kleiner Lagerplatz, recht mittig auf dem großen Gelände gelegen, wo die Bundes-Arbeitskreise (AK z.B. AK-Meutenstufe, AK-Sippenstufe, AK-RangerRoverStufe, AK Rainbow (LGBTQIA+), AK Intakt (Prävention), AK Internationales, ein Café und eine Werkstatt) jeweils ihre Jurten (große runde Zelte) aufgebaut hatten, in denen sie ihr Programm anboten. Dabei konnte man vor allem an Workshops teilnehmen, Challenges (Aufgaben) im Austausch mit den internationalen Gästen erledigen, musizieren, Spiele spielen, in einer Leseecke Bücher entdecken, sich bunt schminken, basteln und vieles mehr.

Außerdem wurden Ausflüge angeboten, bei denen man zum Beispiel zu Fuß oder per Rad die schöne Gegend rund ums Alpenvorland erkunden konnte und sogar mit dem Kanu eine Wildwasserfahrt auf der Isar machen durfte.

In jedem Unterlager gab es auch Cafés in denen kalte Getränke, Kleinigkeiten zu Essen und Abendprogramm angeboten wurde, das immer absolut tolle Stimmung auslöste. Dort konnte dann meist bei Kerzenschein und Musik, Kartenspiele gespielt und über erlebte Pfadiabenteuer ausgetauscht werden. Das Café in unserem Unterlager hieß „The Black Pearl“ und war eine riesige Zeltkonstruktion aus schwarzem Zeltbaumwollstoff in Form eines riesigen Schiffes, wie man es aus den ganzen Piratenfilmen kennt.

Zu den Veranstaltungs-Highlights gehörten unter anderem die Eröffnung in welcher das BuLa Motto samt der passenden Unterlager-Themen auf großer Bühne vorgestellt wurden und der Singewettstreit, bei dem die Teilnehmenden unter verschieden Kategorien vor einer Jury angetreten sind.

Am letzten Abend gab es gemeinsames Abschiedsprogramm mit Gesang und einer stillen Runde an der nach und nach von den ersten Publikumsreihen bis in die letzten eine Kerze angemacht und zum Schluss ein großes Feuer entfacht wurde.

Das Bundeslager war erneut ein einzigartiges Erlebnis für alle neuen und jungen Pfadfinderinnen, genauso wie für die alten und erfahrenen. Es war wunderschön und zahlreiche Freundschaften wurden geknüpft und 1001 Erinnerungen erschaffen. Wir freuen uns auf das nächste Bundeslager, das mindestens genauso atemberaubend wird.

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